Blankenloch ist der Gewinner von Spieltag Nummer 8 – ohne selbst zu spielen

Am Tag der deutschen Einheit stand für den ASV Wolfartsweier bereits das erste Spiel der Rückrunde an. Die Rückrundenpartie gegen den Bulacher SC wurde im Spielplan vorgezogen und sollte sich für die Heimmannschaft als erster kleiner Stolperstein nach den zuletzt sehr erfolgreichen Wochen erweisen.
Trainer Esch rotierte seine Startelf mal wieder heftig durcheinander. Es vergeht kaum ein Spieltag, an dem die Anfangsformation der der vorherigen Woche gleicht. Diesmal spielten Ngum und Jungbauer für Grammer und Peluso, wodurch Epanlo sich im zentralen Mittelfeld aufgestellt sah.

Von Beginn zeigte sich, dass die Heimmannschaft als Favorit in die Partie gegangen war. Der Ball lief auf einem schwer zu bespielenden Rasen lang durch die eigenen Reihen, bis man das erste Mal gefährlich vor dem Tor auftauchte. Torhüter Schätzle parierte ein ums andere Mal glänzend. In der 10. Spielminute war der Bann dann aber gebrochen und Dayanc knallte das Leder aus gut 15 Metern per Direktabnahme rechts neben den Pfosten. Die Führung war verdient und tat dem Spiel der Wolfartsweirer gut. Mehrere Angriffe sollten folgen. Entweder scheiterte man am eigenen Unvermögen vorm Tor, an Sportkamerad Schätzle, am Aluminium oder an seltsamen Abseitsentscheidungen des Schiedsrichters. Der SC Bulach hätte sich nicht beschweren dürfen, wäre er mit einem 3:0 in die Halbzeit zu gehen.
Aber wie heißt es so schön im Fußball: macht man die Dinger vorne nicht, bekommt man sie hinten rein.
Kurz vor der Halbzeit setzte sich der starke Spielführer Sturm auf der linken Seite gegen zwei ASV‘ler durch und schlug einen unfassbaren Flankenball auf den Kopf von Goalgetter Arampatzis, der sehenswert per Kopfballaufsetzer zum glücklichen Ausgleich einnickte.
Der Gegentreffer hinterließ eine klare Wirkung bei den Hausherren. Zu Beginn der zweiten Halbzeit war das Aufbauspiel der Heimelf anscheinend in der Kabine geblieben. Viele Pässe fanden nichtmehr den Mitspieler, sondern entweder den Fuß des Gegenspielers oder die Seitenauslinie. Die Bulacher spielten fortan nur noch auf Konter und kamen durch ihre langen Bälle ab und an gefährlich Richtung Wolfartsweirer Tor. Santamaria und Jungbauer hatten einiges zu tun in der Abwehr.
Nach knapp 55 Minuten wurden aber auch die beiden Innenverteidiger mit einem klugen Pass in die Schnittstelle der Abwehr überspielt. Mittelfeldmotor Baldassarre hechtete als letzter Mann seinem Gegenspieler im Sechzehner hinterher, welcher daraufhin zu Fall kam. Schiedsrichter Eberle entschied sich gegen einen Strafstoß, den man hier aber hätte pfeifen können.
In der Folge war es ein einziges Anrennen der Heimmannschaft auf das Gästetor, ohne dabei ein wirkliches Konzept zu haben. Dennoch ergaben sich für Esch, Epanlo und Dayanc noch einige Großchancen – leider sollte es am Feiertag nichts mehr zu feiern geben.
So trennte man sich 1:1 Unentschieden gegen einen stark kämpfenden, spielerisch aber doch recht limitierten Gegner aus Bulach. Das ausgerechnet Torhüter Schätzle der beste Mann auf Bulacher Seite war, ist dann die Ironie des Schicksals. Scheinbar haben unsere Berichte den fairen Sportsmann in den letzten Wochen nochmal zusätzlich motiviert.

So verpasste der ASV Wolfartsweier den Sprung an die Tabellenspitze. Führende Mannschaft ist und bleibt Blankenloch, die ihr Spiel gegen Linkenheim 2 erst im November austragen.
Am kommenden Sonntag ist es dann soweit. Der ASV Wolfartsweier gastiert um 15 Uhr an der Eggensteiner Straße. In diesem direkten Duell wird entschieden, welche Mannschaft um ca. 17 Uhr die Tabelle der B1 Karlsruhe anführen wird. Natürlich wurde das Spiel gegen Bulach von den Verantwortlichen aus Blankenloch beobachtet. Wir gehen aber stark davon aus, dass die Mannschaft mit 100% Willen und Leidenschaft am Sonntag zu alter Spielstärke zurückfindet und alles dafür tun wird, einen Dreier aus Blankenloch mitzunehmen. Wir freuen uns auf das Topspiel!

ASV Wolfartsweier2 – SC Bulach2     4:2


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