An Tagen wie diesen…

Es gibt Spieltage, nach denen man nicht wirklich erklären kann, was genau gerade falsch gelaufen ist. Man schaut zurück auf 90 spielstarke Minuten und muss feststellen, dass Wille, Einsatz und Leidenschaft durchweg vorhanden waren. Wenn man dann aber ohne ein selbst erzieltes Tor und zwei Gegentreffern wieder Richtung Heimat fährt, muss irgendwas falsch gelaufen sein.

Durch das 1:1 am vergangenen Mittwoch gegen Bulach stand der ASV Wolfartsweier vor dem Spitzenspiel beim ungeschlagenen Spitzenreiter aus Blankenloch ein wenig unter Druck, wollte man zum einen selbst die Tabellenführung übernehmen, zum anderen die Blankenlocher nicht auf mehrere Punkte Abstand davonziehen lassen.
Trainer Esch zog Routinier Epanlo zurück in die Innenverteidigung, Mittelfeldmotor Grammer fand sich dafür wieder in der Startelf wieder.
Vom Anpfiff weg zeigte die Mannschaft aus Wolfartsweier, dass sie sich für dieses Spitzenspiel einiges vorgenommen hatte. Wenn wir hier von knapp 70% Ballbesitz reden, ist das keinesfalls eine Übertreibung. Einige Male konnte man sich gefährlich bis zum Sechzehner kombinieren, wirklich geprüft wurde Torhüter Nagel in den Anfangsminuten aber nicht.
Ab der 25. Minute verlor der ASV dann ein wenig den Faden im eigenen Spiel. Innerhalb von 4 Minuten zeigte Schiedsrichter Ambacher den Stickel dreimal den Karton. Die ersten beiden Karten in Minute 25 und 28 gab es wegen Meckerns. Das Spiel war dadurch in dieser Phase sehr wild und von Emotionen der Gästemannschaft geprägt. Nur eine Minute später dann die spielentscheidende Szene. Grammer wurde am eigenen Strafraum gefoult, bekam einen Freistoß für sich gepfiffen und zog am Boden liegend sein rechtes Bein Richtung Gegenspieler hoch. Ambacher, der durch das Gemecker der Gästemannschaft zu diesem Zeitpunkt eh nicht gut auf die Stickel zu sprechen war, ahndete diese Aktion als Tätigkeit und zeigte dem 10er der Wolfartsweirer glatt Rot!

Natürlich sind diese Spielberichte von uns immer ein wenig durch eine ASV-Brille geschrieben. Wir können diese Entscheidung der Spielleitung verstehen, möchten aber betonen, dass es sich bei der Aktion nicht um einen wirklichen Tritt gegen den Blankenlocher gehandelt hat!

So war ab der 29. Minute eigentlich damit zu rechnen, dass die Heimmannschaft fortan das Zepter in die Hand nehmen würde. Doch mitnichten – die Gäste spielten unbeirrt weiter und waren bis zur Halbzeit die gefährlichere und bessere Mannschaft. Hut ab vor der Moral der Mannschaft!
Auch nach dem Seitenwechsel zeigte sich anfangs das gleiche Bild. Die Blankenlocher Offensive kam nicht in Fahrt und die Stürmer des ASV suchten ihr Heil im schnellen Umschaltspiel. Mehr als Schüsse aus der zweiten Reihe oder ungefährliche Abschlüsse direkt auf den Keeper der Blankenlocher sprang dabei aber nicht heraus.
In der 60. Spielminute fasste sich der Blankenlocher Kössl aus gut 20 Metern nach einem Ballverlust der Wolfartsweirer Defensive ein Herz und zog einfach mal ab. Der Ball segelte unhaltbar über Torwart Strücker hinweg und landete im Netz – eine Führung aus dem nichts. Nur 5 Minuten später dann der nächste Nackenschlag für die Gäste. Nach einem schönen Flankenlauf verwertete Stürmer Galovic einen halbhohen Ball mustergültig per Kopf zum 2:0.
Der Wille der Gäste war zwar durch diesen Rückstand nicht gebrochen, doch auch die letzten Chancen im Spiel konnten allesamt nicht verwertet werden.

So kehrt man ohne etwas Zählbares zurück ans Horbenloch. Von den Spielanteilen her ist diese Niederlage nicht wirklich verdient. Wenn man aber eine Stunde lang mit einem Mann weniger beim Spitzenreiter spielt ist es klar, dass es schwierig wird, hier einen Punkt oder gar einen Dreier mitzunehmen.
Die SV Blankenloch stellt diese Saison keine Mannschaft, die über herausragende Einzelspieler verfügt. Vielmehr steht an der Eggensteiner Straße das Kollektiv im Vordergrund. Dass diese Mannschaft ungeschlagen durch eine ganze Saison kommen wird, möchten wir in Frage stellen. Ein ernstzunehmender Aufstiegskandidat sind sie dennoch allemal.

Beim ASV wird sich in den nächsten Spielen gegen Ost und Fackel zeigen, wo man sich in der Tabelle einordnen wird. Die Mannschaft hat sich mit 10 Mann sehr gut verkauft und wird auch in Zukunft alles daran setzen, ihre Spiele zu gewinnen. Man darf sich jetzt nicht verrückt machen lassen, nur weil man gegen einen Spitzenreiter ein Spiel verloren hat.
Am Horbenloch wird weiter an den nächsten Siegen gearbeitet - alles andere wird sich mit der Zeit zeigen…auch nach Tagen wie diesen!

SV Blankenloch2 - ASV Wolfartsweier 2 0:2 (0:0)

Vorschau

Sonntag 14.10.2018      13Uhr ASV Wolfartsweier2 – DJK Ost2

Sonntag 14.10.2018     15 Uhr ASV Wolfartsweier – DJK Ost

Joomla Template by Joomla51.com