Vom Saulus zum Paulus - Wolfartsweier nimmt drei Punkte mit nach Hause

Wenn ein Mensch eine 180-Grad-Wende vollzogen hat, sich vom Schlechten ab- und zum Guten hinwendet, dann ist er sprichwörtlich vom "vom Saulus zum Paulus" geworden. Die Mannschaft des ASV tat es am gestrigen Sonntag dem Sprichwort gleich und konnte durch eine Leistungssteigerung wichtige Punkte im Kampf um die vorderen Plätze einfahren.

Mit einem stark dezimierten Kader reiste der ASV zum Kanalsweg, um sich dort mit dem beheimateten FC 21 zu messen. Schmerzlich vermisst wurden beim ersten Spiel nach der verlängerten Winterpause Esch und Müller. Während Esch sich weiterhin nach einer Knierverletzung zurückarbeitet, hatte Müller Husten. Den gelb-rot gesperrten Kuntz ersetzte G(i)enter auf der linken Abwehrseite.

Schon im Hinspiel zeigte der FC 21 eine couragierte Leistung am Horbenloch und konnte vor allem durch sehr körperbetontes Spiel auf sich Aufmerksam machen. Es überrascht deswegen nicht, dass der FC im Laufe der Saison die bisher zweitmeisten Verwarnungen der Liga sammelte. Der ASV wollte sich davon nicht abschrecken lassen und wurde von Trainer Esch auf enges Spiel eingestellt.
Nach gut 5 Minuten schien der ASV noch nicht richtig auf dem Platz zu sein. Einen Freistoß aus halblinker Position brachte Bah scharf in den Fünfmeterraum. Das kurze Zögern von Torhüter Strücker nutze der heraneilende Michael Fritz aus und warf sich so in den Ball, das dieser zur frühen Führung ins Tor der Stickel rollte. Leider verletzte sich der Torschütze bei dieser Aktion schwer und musste nach seiner Auswechslung das Krankenhaus aufsuchen. Der ASV drückt die Daumen, dass sich die Verletzung als nicht so schwerwiegend herausstellt und wünscht Michael Fritz eine schnelle Genesung! #comebackstronger


Zurück zum Spiel. Die Gäste aus Wolfartsweier hatten einige Minuten an dem Rückstand zu knabbern. Auf schwer zu bespielenden Geläuf – was bei der Jahreszeit ja normal ist – konnte kein wirkliches Kombinationsspiel aufgezogen werden. Erste Chancen durch Santamaria und Mutz verpufften. Als dann Epanlo nach gut 25 Minuten das leere Tor aus 11 Metern verfehlte und den Ball in den nah gelegenen Wald jagte, dachte man schon, dass der ASV kaum bessere Gelegenheiten zum Ausgleich bekommen wird. Mustafa Dayanc belehrte den Zuschauer aber eines Besseren. Im Sechzehner behielt der Außenstürmer nach einem kurzen Durcheinander den Überblick und traf aus halbrechter Position flach ins lange Eck. Mit diesem Ausgleich ging es dann in die Kabine.
Nach der Pause wurde das Spiel zerfahrener. Viele Fouls hüben wie drüben ließen keinen wirklichen Spielfluss zu. Der Schiedsrichter Wolfgang Walz war mit zunehmender Spielzeit immer überforderter und ließ sich das Spiel komplett aus der Hand nehmen. Es ist nicht despektierlich gemeint und wir wissen dass es schwer ist, junge Schiedsrichter für ein B-Klasse Spiel zu gewinnen. Doch wenn man nicht mehr richtig laufen kann und deswegen Spielsituationen aus 50 Metern Entfernung beurteilen muss, hat das nichts mehr mit einer angemessenen Spielleitung zu tun. Da wird es einfach mal Zeit, die Pfeife an den Nagel zu hängen.


Mit zunehmender Spielzeit erwies sich der ASV als die etwas fittere Mannschaft. Gerade Sanatmaria schaffte es immer wieder im Sturmzentrum, die Duelle für sich zu gewinnen. So auch in der 66. Spielminute: Ein kluger Pass in die Tiefe vom stark aufgelegten Jungbauer fand eben jenen Santamaria, der den Ball gut in den Strafraum des FC 21 mitnahm und seinen Gegenspieler abschütteln konnte. Der Kapitän behielt die Übersicht und spielte quer zu Mutz, der den Ball nur noch über die Linie drücken musste. Der ASV verdiente sich diese Führung mit zunehmender Spielzeit. Die Abwehr um das italienische Gespann Petriccione und Messina ließ bis zum Schlusspfiff nichts anbrennen. Die gefährlichste Aktion in der zweiten Halbzeit des FC 21 war ein Flankenball, der immer länger und länger wurde und wahrscheinlich im Winkel des ASV-Tores eingeschlagen wäre - doch Torwart Strücker war hellwach und lenkte den Ball über die Latte. Zum Ende des Spiels ergaben sich noch ein paar Konterchancen für den ASV, die allerdings nicht mit letzter Konsequenz ausgespielt wurden.

So blieb es schlussendlich bei 2:1 für die Männer aus Wolfartsweier, der damit den Anschluss an die Spitzenplätze halten konnte. Der kämpferische Einsatz und das geschlossene Auftreten als Mannschaft kann Coach Esch nur gefallen haben. Spielerisch erhoffen wir uns in den nächsten Wochen ein bisschen mehr Genauigkeit von den Jungs, denn dann befindet man sich auf einem guten Weg Richtung Saisonfinale.

 ASV Wolfartsweier2 – FC21 Karlsruhe2 1:1 (1:0)

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