Zweiter Sieg im zweiten Pflichtspiel 2019 – der ASV ist im Aufwind

Gar nicht lang ist es her, da hingen die Fahnen am Horbenloch ein wenig auf Halbmast. Bei den beiden Topspielen gegen Hochstetten und Espanol II verließ man die Felder zwar nicht als Verlierer, konnte aber auch keine Punkte auf die vorderen Plätze gut machen. Gerade das 4:4 gegen die Spanier kurz vor Weihnachten hing den ganzen Winter über in den Köpfen der ASV-Jungs fest.
Jetzt, gerade mal zwei Spieltage später, sieht die Welt in Wolfartsweier schon wieder ein bisschen sonniger aus. Nach dem kämpferischen 2:1 Sieg letzte Woche beim FC 21 bestätigte der ASV die Leistung und behielt in einem engen Spiel gegen Staffort die Punkte zu Hause.


Trainer Esch veränderte die Startaufstellung im Vergleich zum letzten Spieltag lediglich auf einer Position. Durch das Fehlen von Abwehr-Ass Messina kam Winterneuzugang Dennis Strössner zu seinem Startelf-Debut. Ansonsten das altbekannte Bild: Die Mannschaft sollte von Beginn an hinten gut und sicher stehen und dann durch gezielt gesetzte Offensivaktion die Jungs aus Staffort unter Druck setzen.

In den Anfangsminuten tasteten sich beide Mannschaften ein wenig ab. Der Rasen am Horbenloch sah zwar aus, als würde eher aus Wembley stammen, entpuppte sich aber bei genauerem Hinsehen eher als Mischung aus ungepflegtem Schrebergarten und Bolzplatz. Flache Zuspiele versprangen hier und da und machten so ein gepflegtes Kombinationsspiel schier unmöglich. Beide Mannschaften brauchten die ersten 20 Minuten, um sich auf das Geläuf einzustimmen.
Mitte der ersten Halbzeit spielte Mutz einen langen Ball in die Schnittstelle der Stafforter Abwehr und fand Dayanc, der den Ball wunderbar mitnahm und in den Strafraum eindringen konnte. Sein Gegenspieler kam an der Strafraumgrenze zu spät und konnte den schnellen Flügelstürmer nur noch mit einem Foulspiel stoppen. Schiri Österle pfiff zurecht auf Strafstoß, welchen sich der Gefoulte selbst nicht nehmen ließ und kompromisslos zum 1:0 verwandelte.
Der ASV hatte fortan mehr vom Spiel und ließ so gut wie keine Angriffe der Stafforter zu. Eine kleine Unachtsamkeit in der 29. Minuten nutzen die Gäste dann aber postwendend zum Ausgleich.
Der Stafforter Mark Graupner eroberte den Ball im Mittelfeld und lief nur ein paar Meter, ehe er sein Herz in den rechten Fuß legte und einfach mal abzog. Der Ball segelte über Torwart Strücker hinweg und schlug unhaltbar im rechten Winkel ein – ein wunderschönes Tor Marke Sonntagsschuss.
Der Ausgleich änderte erstmals nichts am Spielverlauf, doch kurz darauf gab es eine Schrecksekunde am Horbenloch: Kapitän Santamaria bekam einen Ball aus kurzer Entfernung direkt ins Gesicht und blieb leicht benommen liegen. Der Anführer der Wolfs-Bande musste zum Schrecken der gut 70 Zuschauer ausgewechselt werden und wurde durch Büchner ersetzt. Gute Besserung Marco und komm schnell zurück!
Die Wolfartsweirer versuchten weiter ihr Offensivspiel aufzuziehen und rannten ein ums andere Mal aufs Gästetor zu, ohne wirklich Ertrag zu erzielen. Im Gegenteil, quasi mit dem Halbzeitpfiff schepperte es noch einmal im eigenen Kasten. Die Stafforter eroberten den Ball auf der rechten Seite und spielten sich mit einem schönen Doppelpass bis auf die Grundlinie zu. Am Sechzehner hatte sich Sven Lorenz in Position gebracht und verwertete das Zuspiel direkt ins lange Eck des Wolfartsweirer Tores. Schiri Österle pfiff die Partie gar nicht mehr an sondern schickte beide Mannschaften sofort in die Kabine.


Ein denkbar schlechter Zeitpunkt für einen Gegentreffer. Trainer Esch musste nun in der Halbzeitansprache die richtigen Worte finden, um die leicht geknickten Köpfe wieder aufzurichten. Sicherlich erinnerte  er sein Jungs an den vergangenen Spieltag, wo die Stickel ebenfalls einen Rückstand drehen konnten. Außerdem wechselte der Coach zu Halbzeit einmal und brachte den so lange vermissten C. Esch für den Debutanten Strössner, der seine Sache in den ersten 45 Minuten gut machte. Dass C. Esch eine Mannschaft auch mit Trainingsrückstand jederzeit aufwerten kann, zeigte der technisch versierte Stürmer dann nur 5 Minuten nach seiner Einwechslung: Patrick Grammer, der vom ausgewechselten Santamaria die Kapitänsbinde übernommen hatte und seitdem wie beflügelt aufspielte, behielt den Kopf im Strafraum der Stafforter oben und chippte den Ball quer zum Tor auf eben jenen Esch, der den Ball nur noch über die Linie drücken musste. Der Ausgleich war verdient und fiel zudem früh genug, um auf mehr hoffen zu können. Ein ums andere Mal versuchten jetzt auch die Stafforter, ihr Glück in der Offensive zu suchen. Gerade durch Standards, die allesamt auf den hoch gewachsenen Timm Pietrek geschlagen wurden, waren die Gäste stets gefährlich. Die größte Chance zum Führungstreffer hatten die Gäste nach einem fein ausgespielten Konter, doch Schiri Österle sah im letzte Querpass eine Abseitsposition und verwehrte den Gästen die erneute Führung. Nur Minuten später dann doch noch der Führungswechsel – allerdings auf Wolfartsweirer Seite: Fabian Mutz, der quirlige Außenstürmer des ASV, buchsierte einen hohen Ball in Kung-Fu-Manier über die Linie und ließ sich für sein 13. Saisontor ausgiebig feiern.
Die Stafforter Jungs versuchten noch einmal alles, um das Ergebnis zu egalisieren, blieben aber in ihren Bemühungen glücklos. Kurz vor dem Schlusspfiff setzte Baldassarre dem Spiel mit einem herrlich direkt verwandelten Freistoß dann endgültig den Deckel drauf.

Durch die beiden Unentschieden in den Spielen von Hochstetten und Blankenloch konnte der ASV auf die Spitzenplätze ein wenig Boden gut machen. Die Saison ist noch lang und wenn die Jungs um Trainer Esch weiter so konzentriert und bissig in die Spiele gehen, können das aufregende Wochen am Horbenloch werden. Der SV Staffort hingegen zeigte eine wirklich gute Leistung am Horbenloch und hatte nichts mit der Mannschaft zu tun, die man im Hinspiel noch mit 6:0 besiegen konnte.
Großes Lob möchten wir hier noch Schiedsrichter Österle aussprechen. Der Spielleiter überzeugte durch eine ruhige und präzise Art und hatte das knappe Spiel jederzeit unter Kontrolle.
Nächsten Sonntag steht dann das Spiel gegen Linkenheim II an. Wir hoffen auf weitere Punkte und den ein oder anderen Zuschauer, der die Jungs bei der nicht zu unterschätzenden Auswärtsaufgabe unterstützt.

 ASV Wolfartsweier2 – SV Staffort 2   0:1 (0:0)

Vorschau:

Sonntag 31.03.2019 13 Uhr   FC West 2 – ASV Wolfartsweier2

Sonntag 31.03.2019 13 Uhr   FV Linkenheim 2 – ASV Wolfartsweier

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