Der ASV erzwingt Last-Minute-Ausgleich gegen DJK Ost

Kreisklassen-Fußball ist für viele Liebhaber mittlerweile der „echte“ Fußball. Hobbykicker legen mehr Wert auf die Kiste Bier mit den Jungs nach dem Spiel als auf die perfekt sitzende Frisur á la CR7. Wenn Sonntag für Sonntag 22 Männer auf den Platz versuchen, Punkte für Ihren Dorfverein zu sammeln, steht die Liebe zum Sport stets im Mittelpunkt. Da ist es dann auch egal, ob die Bälle nicht richtig aufgepumpt sind, der Schnürsenkel vom auseinanderfallenden Kickschuh reist oder man auf einem Ascheplatz spielt. Moment…Ascheplatz? Wo im Raum Karlsruhe soll es denn bitte Ascheplätze geben? Sowas kennt man doch nur vom Hörensagen…oder aus irgendwelchen Regional-TV-Dokus über Fußball im Ruhrgebiet. Im Raum Karlsruhe besitzt doch jeder Fußballverein mindestens einen Rasenplatz, auf dem die Ligaspiele stattfinden. Tausendfüßler sind dem Kicker aus Karlsruhe nur als krabbelnde Tiere bekannt, denn der echte Karlsruher besitzt ausschließlich Stollenschuhe – es sei denn, er spielt bei DJK Ost.

Die Spieler der Ersten vom ASV staunten nicht schlecht, als sie beim Adenauerring angesiedelten DJK Ost eintrafen. Da der vordere Rasenplatz der Ostler seit Monaten gesperrt ist, trägt der Verein seine Spiele auf einem Geläuf aus, das zu 70% aus Sand und zu 20% aus etwas größeren Steinen besteht. Die letzten 10% bilden rasen-artige Flächen, die auf den Außenbahnen vorzufinden sind. Dadurch, dass der Platz zudem noch sehr kurz und eng ist, haben gerade Gastmannschaften Probleme damit, ihr Spiel aufziehen zu können. Trainer Esch  sprach seinen Jungs vor dem Spiel Mut zu, sich von diesen Bedingungen nicht ablenken zu lassen und alles dafür zu tun, dem Spiel dennoch den eigenen Stempel aufzudrücken. Personell sehr dünn besetzt wurde mal wieder kräftig in der Startelf rotiert. Scholtyssek musste als linker Bock in der Ersten ran, Ernst gab sein Pendant auf der rechten Seite. Im Sturm bekam Wieseler seine Einsatzzeit und bildete zusammen mit Dayanc die vordere Offensive.

Deutlich besser als vermutet fand der ASV ins Spiel. Erste Abschlüsse durch Wieseler, Dayanc und Mutz verfehlten ihr Ziel, zeigten aber, dass der ASV bereit war. Auch der DJK Ost kam einige Male gefällig vor das Tor der Stickel, scheiterten aber in letzter Instanz an dem gut aufgelegten Schlussmann Strücker. Ost-Torjäger Markus Spitz hatte die vielleicht beste Gelegenheit auf Seiten der Heimmannschaft, knallte das Leder aber an den rechten Pfosten. Dayanc hätte den ASV nach einem tollen Ball von Mutz in Führung bringen können, doch seine Volleyabnahme wurde vom glänzend aufgelegten Schlussmann Leanza pariert.

So ging es mit einem 0:0 in die Kabinen, es dauerte aber nur Sekunden nach Wiederanpfiff, ehe die Heimmannschaft in Führung ging. Nach einem Ballverlust im Mittelfeld zog Natterer aus gut 25 Metern einfach mal ab und setzte den Ball in den rechten Giebel des ASV-Tores – keine Chance für Torwart Strücker!
Die Esch-Jungs brauchten gut 15 Minuten, bis Sie sich von dieser Dusche erholen konnten. Immer wieder flogen hohe Bälle von einem Strafraum zum anderen. Mutz spekuliere einmal clever und konnte nach einem Abschlag von Torwart Strücker den Ball frei vorm Ost-Tor nicht in den Maschen unterbringen. Viele kleine Fouls ließen - zusätzlich zu den äußeren Bedingungen - auf beiden Seiten keinen klaren Spielfluss zu. Für die Zuschauer war das Spiel sicherlich kein Leckerbissen. So war es dann am Ende ein Zufallsprodukt, das den ASV noch kurz vor Schluss jubeln ließ. Ein langer Ball von Mutz in den Strafraum wurde von einem Ost-Abwehrspieler unglücklich an die Latte verlängert. Den Abpraller nahm Grammer direkt und setze den Ball ins Netz.
Kurz vor Abpfiff musste Schiri Niepold – der einen guten Job machte – den Ost-Verteidiger Masciari des Feldes verweisen, da er in einem Zweikampf den quirligen Mutz unglücklich mit der Hand im Gesicht traf. Unglücklich – hier hätte es auch Gelb getan, denn die gesamte Partie war von beiden Seiten recht fair geführt.

So belohnte sich der ASV kurz vor Schluss mit einem Punkt. Gerade die letzten 20 Minuten haben gezeigt, dass die Mannschaft will. Sie hat sich nicht aufgegeben und bis zum Ende gekämpft. Leider sprang „nur“ ein Punkt dabei heraus. Mit zehn Unentschieden hat man im Laufe der Saison einfach zu oft die Punkte geteilt, um in Sachen Aufstieg ein Wörtchen mitzureden.
Kommenden Spieltag empfängt der ASV die Reserve von Leopoldshafen am Horbenloch. Raten Sie mal, wie das Hinspiel ausging: Richtig – Unentschieden! Hoffen wir, dass sich das nicht wiederholt und der ASV seinen 14. Saisonsieg eintüten kann. 

                                                                                                                                                                            FW

DJK Ost2 – ASV Wolfartsweier2 4:0 (1:0)

Vorschau: Sonntag 05.05.2019 13 Uhr ASV Wolfartsweier2 – DJK Mühlburg2

                                                       15 Uhr ASV Wolfartsweier – FV Leopoldshafen 2

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