Der ASV baut Heimserie gegen Leopoldshafen 2 aus

Beginnen wir den Bericht vom aktuellen Spieltag mit einem Zitat aus einem Wörterbuch:

un·ent·schie·den: [únentschieden] – Adjektiv
1b) Sport (in Bezug auf zwei Mannschaften oder Spieler, Spielerinnen) die gleiche Anzahl von Punkten oder Toren erzielt habend - "ein unentschiedenes Spiel"

Unter 1c müsste eigentlich zu lesen sein, dass Unentschieden der Grund dafür sind, dass der ASV in der Saison 2018/2019 nicht um den Aufstieg in die A-Klasse mitspielt. In 26 Spielen kassierte die Esch-Elf lediglich zwei Niederlagen und besitzt eine Tor- und Gegentor-Quote, die jeweils zu den Topwerten der Liga gehört. Mit zehn Unentschieden teilte man sich aber eindeutig zu oft die Punkte mit dem Gegner. Kurios: Tabellenführer Blankenloch verlor doppelt so oft wie der ASV, hat aber zwölf Punkte mehr auf dem Konto. Zu Hause ist der ASV in der aktuellen Saison noch ungeschlagen (7 / 5 / 0) und wollte das auch nach dem Spiel gegen Leopoldshafen noch bleiben.


Bei einem Blick auf die Aufstellung wirkte es so, als hätte Trainer Esch genug von Punkteteilungen. Mit einem offensiven Baldassarre im Mittelfeld und einer Dreier-Offensiv-Reihe um Wieseler, Dayanc und Mutz setzte der Coach auf Mut im Angriff. Urlauber und Kapitän Santamaria sollte von hinten zusätzlich für einen ruhigen Spielaufbau sorgen.
Die Elf aus Wolfartsweier erwischte den besseren Start gegen die Reserve aus Leopoldshafen und rannte ein ums andere Mal auf Keeper Wagenführer zu, der meist die Duelle für sich entscheiden konnte. Die anderen Angriffe endeten in einem Eckball-Festival, welches nicht in etwas Zählbares umgemünzt werden konnten. Wieseler hatte nach gut 25 Minuten die Führung auf dem Fuß, der Ball landete aber aus spitzem Winkel am Pfosten.
Mit dem ersten gefährlichen Angriff der Gäste aus Leopoldshafen lag der Ball dann auch gleich im ASV-Tor, Schiedsrichter Berati entschied aber überraschend auf Abseits. So ging es mit einem Unentschieden in die Kabinen.


Wie letzte Woche gegen Ost erwischte die Esch-Elf einen denkbar schlechten Start in die zweiten 45 Minuten. Einen langen Ball unterschätzten Genter und Strücker unglücklich und gaben so Scheiblauer die Möglichkeit, seine Mannschaft aus 20 Metern per Heber in Führung zu bringen. Die Mannschaft vom Horbenloch steckte die Köpfe nicht in den Sand und versuchte alles, um den Rückstand wettzumachen. Nach 55 Minuten tankte sich Dayanc auf der rechten Seite durch und spielte Mutz den Ball in den Lauf. Der quirlige Offensivspieler nahm den Ball perfekt mit, behielt vor dem Tor die Übersicht und spielte den Ball auf den mitlaufenden Wieseler, der das Spielgerät nur noch über die Linie drücken musste.
Das Spiel wurde fortan etwas ruppiger, Schiedsrichter Berati hatte aber keine allzu große Lust die sportlichen Vergehen mit einer Karte zu bestrafen. Ein Freistoß, der aus einem der vielen Foulspiele resultierte, sorgte dann für die Führung der Heimmannschaft. Wagenführer konnte einen hohen Flankenball nicht festhalten und ließ vor die Füße von Dayanc abprallen. Dieser ließ sich nicht zweimal bitten und traf sicher zur 2:1 Führung.
Die Gäste versuchten in der Schlussviertelstunde nochmal alles, um wenigstens einen Punkt mit nach Hause zu nehmen, doch die Abwehrreihe um Jungbauer, Petriccione, Genter und Ernst machte einen tollen Job. Mit einem Konter nach einem Standard für die Gäste setzte Dayanc der Partie dann den Deckel drauf. Der Knipser eroberte den Ball im Mittelfeld und spielte den Ball auf Mutz, der mit einem fulminanten Sprint in den Sechzehner zog, um da wieder auf Dayanc zu spielen. Sein neuntes Saisontor war dann eines der leichteren Aufgaben und zeitgleich der Schlusspunkt einer unterhaltsamen Partie.

Es war schön zu sehen, dass die Mannschaft auch in der jetzigen – eigentlich unbedeutenden – Phase der Saison noch Spiele gewinnen will. Die Einstellung hat von Anpfiff an gestimmt und auch der unglückliche Rückstand brachte den ASV nicht vom vorgegebenen Weg ab. Nächsten Sonntag geht es für die Esch-Elf gegen das Tabellenschlusslicht aus Spöck. Hier wird es wieder eine Charakterfrage sein, ob die Mannschaft ihr Potential gegen einen vermeintlich (!) schwächeren Gegner abrufen kann. Ein weiteres Unentschieden wäre vom Papier her auf jeden Fall zu wenig!

 ASV Wolfartsweier2 – DJK Mühlburg2 1:6 (0:2)

Vorschau: Sonntag 12.05.2019 13 Uhr FC Spöck2 – ASV Wolfartsweier

                 Sonntag 12.05.2019 13Uhr TSV Auerbach2 – ASV Wolfartsweier2

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